Womit dieser Blog gebaut ist: Mein komplettes Blog-Setup – ehrlich und mit Kosten

Auf diesem Blog empfehle ich dir regelmäßig Tools. Fair ist deshalb, dass du auch siehst, womit ich selbst arbeite. In diesem Artikel zeige ich dir mein komplettes Blog-Setup: Hosting, Theme, Plugins, Grafiken und KI. Dazu kommt, was es kostet und wo ich beim Einrichten Lehrgeld bezahlt habe. Keines der Tools hier ist ein Affiliate-Link – es ist einfach das, was ich tatsächlich nutze.

Das Fundament: WordPress und Hosting

WordPress ist die Basis. Es ist kostenlos, extrem verbreitet, und für fast jedes Problem gibt es schon eine Lösung. Für einen Blog, der wachsen soll, ist es für mich die naheliegende Wahl.

Gehostet ist der Blog bei IONOS (Managed WordPress, Tarif „Start“). „Managed“ heißt: Der Anbieter kümmert sich um Server, Updates im Hintergrund und Sicherheit, ich muss nichts selbst installieren. Im ersten Jahr kostet mich das rund 1 € im Monat (Einstiegsangebot), danach steigt der Preis auf den regulären Tarif. Die Domain ki-nebenbei.de habe ich separat bei Namecheap gekauft – für gerade mal rund 8 €.

Mein Lehrgeld: Verbinde deine Domain von Anfang an als Hauptdomain mit deiner WordPress-Seite. Bei mir leitete die Seite anfangs auf eine kryptische Übergangsadresse um, und die Einstellung dafür war in WordPress gesperrt. Gelöst hat es erst ein Anruf beim Support. Fünf Minuten Sorgfalt am Anfang hätten mir das erspart.

Das Design: Kadence Theme

Das Aussehen des Blogs kommt vom Kadence Theme in der kostenlosen Version. Es ist schnell, sauber und für Blogs gemacht. Ich nutze bewusst kein Starter-Template und keinen Page-Builder wie Elementor oder Divi – nur die normalen WordPress-Blöcke plus die Kadence-Blöcke. Das hält die Seite schlank und schnell, und ich muss mich nicht in ein weiteres System einarbeiten.

Die Plugins: weniger ist mehr

Plugins sind kleine Erweiterungen für WordPress. Mein Grundsatz: nur so viele wie nötig, und überall die kostenlose Version. Bei jedem Einrichtungsassistenten tauchen Premium-Angebote, Upgrades und Newsletter-Anmeldungen auf – die habe ich konsequent weggeklickt. Für einen Blog am Anfang reicht die Gratis-Version jedes dieser Plugins.

  • Rank Math SEO: Hilft dabei, dass Google die Artikel versteht und gut einordnet (SEO = Suchmaschinenoptimierung). Ich setze pro Artikel ein Fokus-Keyword, einen SEO-Titel und eine Kurzbeschreibung. Wichtig: Ich jage nicht die 100 Punkte, sondern schreibe für Leser. Meine Artikel liegen meist zwischen 50 und 70 Punkten.
  • Complianz: Kümmert sich um das Cookie-Banner und die Cookie-Richtlinie – in Deutschland wegen der DSGVO Pflicht.
  • Statify: Zählt die Besucher, ganz ohne Cookies und ohne IP-Adressen zu speichern. Für den Anfang reicht mir das völlig, und es spart ein extra Cookie-Häkchen im Banner.
  • WP Super Cache: Macht die Seite schneller, indem es fertige Versionen der Seiten zwischenspeichert.
  • WP Mail SMTP: Sorgt dafür, dass E-Mails von der Website (zum Beispiel Benachrichtigungen) zuverlässig ankommen statt im Spam zu landen.
  • Ein Schutz-Plugin gegen Login-Angriffe: Sperrt automatisch, wer zu oft das falsche Passwort eingibt.

Mein Lehrgeld: Wenn du seitenweit etwas änderst – Menü, Autorenname, Startseite – und es danach nicht sichtbar ist, liegt es fast immer am Cache. Oben in der Admin-Leiste auf „Cache leeren“ klicken, Seite neu laden, fertig.

Grafiken: Canva Pro

Alle Beitragsbilder und Pinterest-Pins entstehen in Canva. Ich habe mir je eine feste Vorlage gebaut: eine für Beitragsbilder (1200 × 628 Pixel) und eine für Pins (1000 × 1500 Pixel). Für jeden neuen Artikel dupliziere ich sie und tausche nur den Text. So sieht alles einheitlich aus, und ein neues Bild dauert wenige Minuten.

Ich nutze Canva Pro für 12 € im Monat, vor allem wegen des Hintergrund-Entferners. Ob sich das für dich lohnt, habe ich ausführlich in Canva kostenlos vs. Pro beschrieben. Für den Start reicht die Gratis-Version.

Traffic: Pinterest

Besucher bekommt dieser Blog hauptsächlich über Pinterest. Pinterest ist im Grunde eine visuelle Suchmaschine: Pins werden über Monate gefunden, nicht nur am Tag der Veröffentlichung. Zu jedem Artikel gibt es mindestens einen Pin, sortiert auf thematische Pinnwände.

Meine Lektion: Schlichte, einfarbige Grafiken mit gut lesbarem Text funktionieren für mich besser als Fotos. Der Titel muss auch auf einem kleinen Handybildschirm sofort lesbar sein.

Schreiben: KI als Assistent

Ja, auf einem Blog namens „KI Nebenbei“ arbeite ich natürlich mit KI. Konkret nutze ich Claude für Recherche und Rohentwürfe. Aber: Jeder Artikel wird von mir geprüft und überarbeitet, Preise checke ich immer auf der offiziellen Seite des Anbieters, und eigene Erfahrungen kommen von mir. Wie das genau funktioniert und warum Google damit kein Problem hat, steht in meinen 5 Regeln für KI-Content. Weitere Tools, die beim Schreiben helfen, findest du in meiner Übersicht der 7 wichtigsten KI-Tools für Blogger.

Was kostet das alles?

Ehrlich gerechnet sieht mein laufendes Setup so aus:

  • WordPress, Kadence, alle Plugins: 0 €
  • Hosting (IONOS): rund 1 € im Monat im ersten Jahr, danach etwas mehr
  • Domain (Namecheap): rund 8 € beim Kauf – die Verlängerung in den Folgejahren kann etwas teurer sein
  • Canva Pro: 12 € im Monat – optional, Canva Free reicht für den Start
  • Pinterest: 0 €

Ohne Canva Pro kommst du im ersten Jahr also mit unter 2 € im Monat aus. Auch danach bleibt es bei wenigen Euro. Ein Blog muss am Anfang kein großes Investment sein.

Mein Fazit

Ein guter Blog braucht kein teures Setup. Mit WordPress, einem einfachen Hosting, einem schlanken Theme und einer Handvoll kostenloser Plugins hast du alles, was du brauchst. Wichtiger als jedes Tool ist, regelmäßig hilfreiche Artikel zu schreiben.

Mein Rat: Starte klein, nutze die Gratis-Versionen und rüste erst auf, wenn dich etwas wirklich im Alltag bremst. Genau so ist dieser Blog entstanden.

Häufige Fragen

Brauche ich für einen Blog Premium-Plugins? Nein. Für den Start reichen die kostenlosen Versionen von Rank Math, Complianz und Co. völlig. Premium lohnt sich erst, wenn du eine konkrete Funktion vermisst.

Warum kein Page-Builder wie Elementor? Page-Builder machen eine Seite oft langsamer und binden dich an ein System. Für einen Blog reichen die normalen WordPress-Blöcke – und die Seite bleibt schnell.

Wie viel Zeit hat das Einrichten gedauert? Bei mir hat die Grundeinrichtung ein Wochenende gedauert – Schritt für Schritt, mit KI als Helfer bei jeder Einstellung. Die meiste Zeit kosten Kleinigkeiten wie Domain, Cookie-Banner und Datenschutzerklärung – die sollte man aber gleich richtig machen.

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